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Bobath-Therapie


Grundlagen und Prinzipien
Das Bobath-Konzept wird vor allem bei der Therapie neurologischer Erkrankungen (z.b. Schlaganfall, Multipler Sklerose, Parkinson, usw.) eingesetzt. Im Rahmen der konzeptspezifischen Befunderhebung erfolgt eine Analyse des erhalten gebliebenen Zustandes von Bewegung, Wahrnehmung usw. und entstandener Abweichungen. Dies ermöglicht die Auswahl geeigneter Behandlungsansätze. Die Bobath-Therapie strebt einen Lernprozess des Patienten an, um mit ihm die Kontrolle über seine Muskelspannung und Bewegungsabläufe wieder zu erarbeiten. Die Therapie neurologischer Patienten sollte so früh wie möglich beginnen, damit negative Entwicklungen wie die Ausbildung erhöhter Muskelspannungen und das Erlernen unphysiologischer Bewegungsabläufe verhindert bzw. kontrolliert werden kann.

Ziele
Das Ziel der Bobath-Therapie ergibt sich aus den zentralen Problemen von Patienten mit Schädigungen des zentralen Nervensystems. Vor allem die Koordination des Bewegungsablaufs muss dabei verbessert werden. Die Koordiantion wird verbessert durch:
  • Vermeidung bzw. Hemmung von Spastik und Wiederherstellung eines angepassten Muskeltonus
  • Hemmung abnormer Bewegungsmuster
  • Anbahnung normaler, beidseitiger Bewegung
  • Normalisierung der Wahrnehmung des eigenen Körpers und der Umwelt
  • Selbstständigkeit in den Aktivitäten des täglichen Lebens

Mit der Bobath-Therapie soll im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden keine notdürftige Kompensation der Lähmungen, sondern das Wiedererlernen normaler Bewegungsfähigkeiten erreicht werden.